Hänsele Namensursprung und Bedeutung

Namensurpsrung:       

 

Hänsele, Hänseler oder Hansel ist ein weit verbreiteter Namen der Schwäbisch Allemannischen Fasnet! Den Ursprung findet der Name wohl in dem althergebrachten Allerweltsnamen Hans (Abkürzung von Johannes, bibl. Johannes der Täufer). Hans wurde in früheren Zeiten auch oft für eine nicht ganz ernstzunehmende Person, was noch immer in „Hanswurst“ nachklingt oder sich bis heute in dem Verb „hänseln“ ausdrückt verwendet.

 

Hans war im Mittelalter ein häufig verwendeter Name bei Jungen, wobei Mädchen zur selben Zeit oft Gretel (von Margarethe, assyrische Göttin, Tochter des Lichts)

genannt wurden.

 

Für die damaligen Märchenerzähler welche Geschichten und Mythen aus dem Mittelalter auf besondere Weiße umgeschrieben haben, war der Name Hans ein sehr häufig verwendeter Name

(„z. B. Hans im Glück, Hans guck in die Luft, Hänsel und Gretel u. v. m.).

 

Figurenursprung:

 

Das Märchen „Hänsel und Gretel“ (Gebr. Grimm) ist wohl auch ein Abbild vieler Narrenfiguren, wie sie heute betreffend der Namensgebung zu finden sind! So gibt es das „Hansele und Gretele“, wie sie als Doppelpack (männlich als Weißnarr und weiblich als alte baaremer Tracht) auf der Baar (z. B. in Hüfingen oder auch Donaueschingen) zu finden sind. Auch bei Einzelfiguren als Weißnarren wie z. B. in Rottweil beim Federehannes, ist der Name Hans zu finden.

 

In den Fastnachtslandschaften am Bodensee ist „das Hänsele oder, der Hänseler“ in fast allen renommierten Narrenzünften weit verbreitet! Jedoch zeigt sich hier die Figur nicht als Weißnarr, wie auf der Baar oder im Schwarzwald, sondern als Figur mit einem bunten Plätzle- oder auch Flecklekleid.

Ursprünglich kommt das Häs des Hänseles wohl von einem in alten Fasnetstagen von der Bevölkerung oft getragenen Lumpengewand! Dies war für die närrischen Tage einfach und auch billig anzufertigen. Damals wurde wohl aus alten Stoffresten ein Lumpenhäs angefertigt, mit welchem die Narren dann auf die Straßen gingen! In einigen Hänselehochburgen heißt es auch noch heute „Hänsele, Du Lumpenhund, usser mit Dir, wenn d’ Fasnet kummt“. Speziell in Pfullendorf wurde der Rügespruch „Plätz am Fiedla, Plätz am Loch Hungerleider sind ihr doch“ zum Besten gegeben.

 

Mit der Zeit wurde das Häs immer edler und die Lumpenreste wurden durch gleichmäßig geschnittene Filzplätzle ersetzt!