Der Gruppe der Nidler gehören nur Frauen an.

Die Figur entspringt einem mittelalterlichen reichsstädtischen Brauch. Sie findet ihren historischen Ursprung in einem Pfullendorfer Ratsprotokolleintrag vom 15.12.1795: Dort steht zu lesen, dass drei Donnerstage vor Weihnachten die sogenannten Nidelnächte waren, in denen junge Burschen in den Gassen der Stadt Unfug trieben und sich zum Nidelessen einluden. Als Nideln, ursprünglich der alemannische Ausdruck für Süßrahm, bezeichnete man Zopfbrot bzw. süßes Gebäck.

Die Maske, eine glatte Holzmaske mit angesetzter, bestickter Kapuzenhaube und Fuchsschwanz, stellt junge, frohe Burschen dar. Das Häs besteht aus einem Kasak in beiger Farbe und einer schokoladenfarbenen Hose mit aufgenähten verschiedenfarbigen Applikationen, welche sich auf dem Kasak wiederholen.

Der Nidler trägt zur Aufbewahrung seiner Nideln - heutzutage Bonbons - einen füllhornähnlichen Lederbeutel am langen Riemen um die Schulter. In der Hand hat er einen Haselnussstecken mit Holzringen und kleinen Schellen, die beim Aufschlagen des Stockes klappern. Kleine Schellen sind auch am Kasak aufgenäht, die beim Jucken ein vielstimmiges Geläut geben.

 

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Bilder Nidler

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Nidler