Ein altes Pfullendorfer Kostüm ist der Plätzlehänsele. Der Gruppe der Hänsele können Männer und Frauen beitreten. Schon Ende des 19. Jahrhunderts ist diese Figur anzutreffen. Allerdings bestand das Kostüm damals aus einem gewöhnlichen Anzug, auf den lediglich bunte „Plätzle“ und Geflitter genäht waren.

Heute ist der Hänsele gekleidet in einem Plätzlekleid mit ca 1200 gleichmäßig geschnittenen Filzstücken („Plätzle“) ohne erkennbare feste Farbzusammenstellung. Das Häs besteht aus Kittel, Hose und Kapuze. An der Kapuze ist die Stoffmaske befestigt, die mit nochmals ca. 100 „Plätzle“ in den Stadtfarben rot-weiß besetzt ist. In ihr sind lediglich die Augen ausgeschnitten. Um die Zuschauer bei Umzügen in Schwung zu bringen, ist der Hänsele mit der Saubloder (mit Luft gefüllte Schweinsblase) „bewaffnet“.

Damit man ihn auch gleich hört, hat er im Häs eingenähte Schellen, welche beim Jucken (Springen) ein vielstimmiges Geläut abgeben.

Offiziell gibt es den Hänsele seit 1895. Organisiert tritt diese Gruppe seit 1928 auf.

 

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